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Eine Stadt zum Wohlfühlen

Nürnberg – bei diesem Namen mag der eine an Bratwürstchen, Lebkuchen und den Christkindlesmarkt denken, der andere an die von den Nationalsozialisten missbrauchte „Stadt der Reichsparteitage“ und die strafrechtliche Verfolgung des NS-Terrorregimes durch das Internationale Militärtribunal in den „Nürnberger Prozessen“. Wieder andere mögen den Namen der Stadt mit großen Gestalten der Kunst- und Kulturgeschichte verknüpfen: Albrecht Dürer, Veit Stoß oder Willibald Pirckheimer.

 

Welches Image man auch mit Nürnberg verbindet: In der Realität ergibt sich ein sehr vielschichtiges Mosaik. Da ist die weltoffene Wirtschaftsmetropole mit hervorragender Infrastruktur, zukunftsfähigen Branchen und steter Innovationskraft; der Wissenschaftsstandort mit angesehenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen; die Kulturstadt mit einer vielfältigen Museumslandschaft und einem Reigen attraktiver Veranstaltungen; die soziale Stadt mit vorbildlichen Projekten und Einrichtungen. Da ist die in zahlreichen internationalen Umfragen bestätigte hohe Lebensqualität, die die über 500 000 Einwohner genießen. Und da ist ein quicklebendiges Miteinander verschiedener Kulturen, die das Stadtbild ebenso prägen wie das harmonierende Nebeneinander von Historie und Moderne.

 

 

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    Eine Stadt zum Wohlfühlen

    Nürnberg – bei diesem Namen mag der eine an Bratwürstchen, Lebkuchen und den Christkindlesmarkt denken, der andere an die von den Nationalsozialisten missbrauchte „Stadt der Reichsparteitage“ und die strafrechtliche Verfolgung des NS-Terrorregimes durch das Internationale Militärtribunal in den „Nürnberger Prozessen“. Wieder andere mögen den Namen der Stadt mit großen Gestalten der Kunst- und Kulturgeschichte verknüpfen: Albrecht Dürer, Veit Stoß oder Willibald Pirckheimer.

     

    Welches Image man auch mit Nürnberg verbindet: In der Realität ergibt sich ein sehr vielschichtiges Mosaik. Da ist die weltoffene Wirtschaftsmetropole mit hervorragender Infrastruktur, zukunftsfähigen Branchen und steter Innovationskraft; der Wissenschaftsstandort mit angesehenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen; die Kulturstadt mit einer vielfältigen Museumslandschaft und einem Reigen attraktiver Veranstaltungen; die soziale Stadt mit vorbildlichen Projekten und Einrichtungen. Da ist die in zahlreichen internationalen Umfragen bestätigte hohe Lebensqualität, die die über 500 000 Einwohner genießen. Und da ist ein quicklebendiges Miteinander verschiedener Kulturen, die das Stadtbild ebenso prägen wie das harmonierende Nebeneinander von Historie und Moderne.

     

    Museumsvielfalt, Kirchen und Kultur

    Im Nürnberger Kulturleben ist der Spagat zwischen Tradition und Moderne kein mühsamer Kraftakt, hat die Stadt doch in ihrem größten Sohn Albrecht Dürer (1471- 1528) einen ausgesprochen innovativen Vordenker.

     

    Wie Dürers Gemälde im Germanischen Nationalmuseum, dem größten Museum deutscher Kunst und Kultur, so legen auch die bis heute im Stadtbild sichtbaren Werke etwa von Veit Stoß, dessen „Engelsgruß“ in St. Lorenz hängt, oder Adam Krafts Kreuzweg in St. Johannis Zeugnis ab von der großen Vergangenheit der Stadt. Die Geschichte erfolgreich lebendig werden lassen auch die städtischen Museen mit ihren inszenierten Führungen und Museumstheaterstücken, in denen Dürers Leben und Arbeiten ebenso anschaulich vermittelt wird wie der Alltag in einem Patrizierhaushalt.

     

    Nürnbergs große Tradition als Spielzeugstadt und als Industriestandort ist im Spielzeugmuseum und im Museum Industriekultur durchaus auch im wörtlichen Sinne greifbar. Kunst und Design der Gegenwart erwarten den Besucher im Neuen Museum, als Ausstellungsforum rückt die Kunsthalle zeitgenössische Kunst in das Blickfeld. Auch Kommunikationsfans und Eisenbahnfreunde kommen in jeweiligen Museumsausstellungen auf ihre Kosten. All diese Einrichtungen und viele mehr beteiligen sich mit großem Publikumserfolg an der jährlich im Mai veranstalteten „Blauen Nacht“, wie die lange Nacht der Museen und Kultur in Nürnberg genannt wird.

     

    Mit den Sparten Oper, Konzert, Schauspiel und Ballett prägt das Staatstheater Nürnberg das Theaterleben der Stadt, das durch zahlreiche freie Bühnen bereichert wird. Auch  Puppenspieler, die beim Internationalen Figurentheaterfestival aus aller Welt nach Nürnberg kommen, haben darin ihren festen Platz. Ein Kinderkulturzentrum mit Museum und Theater, mehrere Kleinkunstbühnen und die Vernetzung der Aktivitäten für das junge Publikum durch ein Forum machen Nürnberg zu einer Hochburg der Kinderkultur. Bundesweite Vorzeigequalität haben die elf Kulturläden, die stadtteilbezogene Kulturarbeit leisten.

     

    Events für jeden Geschmack

    Breit gefächert  präsentiert   sich das Nürnberger  Musikleben.  Von  der Internationalen  Nürnberger Orgelwoche ION, dem größten und ältesten Festival für geistliche Musik in Europa, über „Rock im Park“  bis hin  zum Weltmusikfestival Bardentreffen, das jährlich ein Wochenende lang zum eintrittfreien Happening für über 200 000 Musikfans wird, reicht die Palette der Festivals, die regelmäßig in Nürnberg stattfinden.

     

    Mit den beiden sommerlichen Klassik Open Air-Konzerten der Nürnberger Sinfonie-Orchester, die über 100 000 Musikfreunde zum festlichen Picknick in den Luitpoldhain locken, findet in Nürnberg die größte Veranstaltung dieser Art in Europa statt.

    Spannung bei höchstem Tempo bietet das Norisring-Speedweekend, bei dem über 100 000 Zuschauer auf dem einzigen deutschen Stadtkurs die Fahrer der DTM um die Kurven rasen sehen.

     

    Feste, Märkte, Spezialitäten

    Mehr als zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt kommen zum traditionsreichen Nürnberger Christkindlesmarkt, den viele  für den schönsten Weihnachtsmarkt überhaupt halten. Die kleinen Besucher finden auf der Nürnberger Kinderweihnacht historische,  dampfbetriebene Fahrgeschäfte und  zahlreiche Mitmachaktionen.

     

    Im „Sternenhaus“ wird den Kindern ein mitreißendes Kulturprogramm geboten. Wenn sich Nürnberg in „Deutschlands Weihnachtsstadt Nr. 1“ verwandelt, hat auch eine der beiden berühmten Spezialitäten der Stadt Hochsaison: der Lebkuchen. Die Nürnberger Rostbratwürste schmecken das ganze Jahr über gleich lecker – ob aus der Hand als „Drei im Weckla“ oder serviert in einer der historischen Bratwurstküchen in der Altstadt oder in einem der lauschigen Biergärten.

     

    Verpflichtende Vergangenheit

    Die Nationalsozialisten nutzen das historische Erbe „des Deutschen Reiches Schatzkästlein“ und veranstalten ab 1927 ihre Parteitage in Nürnberg. Adolf Hitler bestimmt den Ort nach der „Machtergreifung“ zur „Stadt der Reichsparteitage“. Nach Plänen von Albert Speer entstehen Monumentalbauten in dem im Südosten der Stadt gelegenen Volkspark Dutzendteich und zeugen bis heute vom   Größenwahn   der   Machthaber   im   „Dritten  Reich“.

     

    „Frankenführer“ Julius Streicher verbreitet von Nürnberg aus seine  antisemitischen  Hetzparolen.  1935  werden  hier die menschenverachtenden „Rassengesetze“ der Nazis erlassen. Der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 fallen hier mehr Menschen zum Opfer als anderswo: 26 Juden hätten die „Reichskristallnacht“ nicht überlebt, rühmt sich Nazi-Oberbürgermeister Willy Liebel. Auch bei der „Arisierung jüdischen Vermögens“ erlangt Nürnberg eine traurige Ausnahmestellung:   Über 150 Betriebe und etwa 570 Grundstücke wechseln bei der erzwungenen Veräußerung  jüdischen Eigentums die Besitzer. Für die Juden, die nicht emigrierten, beginnen im Herbst 1941 die Deportationen: 1 631 jüdische Bürgerinnen und Bürger werden bis Januar 1944 in die Konzentrationslager verschleppt – nur 76 überleben den Massenmord.

     

    Im Januar 1945 fällt die Stadt in Schutt und Asche. Vom Bombenhagel fast unzerstört bliebt das Gerichtsgebäude mit angeschlossenem Gefängnistrakt. So wird die Stadt zum geeigneten Ort für die juristische Aufarbeitung der NS-Zeit: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs finden hier die „Nürnberger Prozesse“ statt: Vor einem Internationalen Militärtribunal haben sich ab 20. November 1945 die Hauptkriegsverbrecher unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen gegen den Frieden zu verantworten. Dies geschieht auf der Basis der „Nuremberg Principles“, die die Grundlage für ein neues Völkerrecht und die strafrechtliche Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen schaffen: Erstmals werden die Verantwortlichen für Krieg und millionenfaches Leid persönlich zur Verantwortung gezogen. In zwölf Nachfolgeprozessen wird zwischen 1946 und 1949 gegen weitere NS-Größen und ihre Helfer verhandelt, darunter Ärzte, Juristen und führende deutsche Unternehmer.

    Der Wiederaufbau der Stadt erfolgt in behutsamer Synthese aus Alt und Neu unter weitgehender Beibehaltung der alten Straßenzüge und Grundrisse. Bedeutende Bauten wie die Kaiserburg, die Kirchen St. Lorenz und St. Sebald, die Frauenkirche und das Rathaus erstehen wieder in ihrer alten Gestalt. Außerhalb der Altstadt wachsen neue Wohnviertel empor. In der modernen Metropole von heute ist die Geschichte Nürnbergs im Stadtbild sichtbar geblieben.

     

    Nürnberg und der Nationalsozialismus – Historische Verantwortung

    Im Gedenken an die Rolle, die die Stadt während des Nationalsozialismus spielte, versucht Nürnberg heute seiner Selbstverpflichtung als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ gerecht zu werden.

     

    Der israelische Künstler Dani Karavan installierte 1993 vor dem  Germanischen Nationalmuseum die Straße der Menschenrechte, auf deren Steinsäulen die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen in verschiedenen Sprachen zu lesen sindSeit 1995 wird alle zwei Jahre der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen. Erster Preisträger war 1995 der russische Dissident Sergej Kowaljow.

    Einen wichtigen Beitrag zur vertieften Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit  leistet das 2001 eröffnete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände im Nordflügel der NS- Kongresshalle. Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“, zahlreiche Wechselausstellungen und das angeschlossene Studienforum sollen vor allem jungen Menschen Ursachen und Zusammenhänge der verbrecherischen Machtausübung des NS- Staates verdeutlichen. Seit 2006 erschließt ein Informationssystem auf dem 380 Hektar großen Areal des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes Geschichte und Bedeutung der NS- Propagandainszenierungen.

     

    Mit dem „Memorium Nürnberger Prozesse“ ist seit dem 22. November 2010 im Saal 600 – von 1945 bis 1949 Schauplatz der Nürnberger Prozesse – am historischen Ort eine Informations- und Dokumentationsstätte wieder zugänglich, die Vorgeschichte, Verlauf und die Nachwirkungen der Nürnberger Prozesse beleuchtet. Sie besteht aus einer umfassend informierenden Dokumentationsausstellung und dem Schwurgerichtssaal: Die "Kraft des Ortes" und die "Macht der Worte" verbinden sich zu einem Erkenntnisort, der eine Lücke in der Erinnerungs- und Gedenkstättenlandschaft zwischen geschichtsbezogener Dokumentation sowie gegenwarts- und zukunftsorientierter Aufklärungs- und Bildungsarbeit schließt.

     

    Mit der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien ist am historischen Ort der Nürnberger Prozesse ein weltweites Forum für aktuelle völkerstrafrechtliche Themen entstanden. Die Akademie wird ihre Arbeit auf interdisziplinäre Forschung, Fortbildung und Menschenrechtsbildung konzentrieren und die Legalität, Legitimität und Akzeptanz des Völkerstrafrechts fördern.

     

    Text: Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg

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    Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg

    Frauentorgraben 3

    90443 Nürnberg

     

    Tel:   +49 911 2336-114

    Fax:  +49 911 2336-168

    tourismus.nuernberg.de

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NEU:

Reiseführer

Deutschland

Wir starten mit Franken.

Auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. So starten wir mit unserem Reiseführer auch erst mit der Region Franken. Im Laufe der Zeit viele weitere Urlaubsregionen hier ausführlich vorstellen.

 

Am Ende möchten wir Sie auf eine  Entdeckungstour durch ganz Deutschland einladen. Erleben Sie die faszinierende Vielfalt unserer Regionen. Genießen Sie die Gastfreundschaft in den Städten und Orten. Lassen Sie sich von Festen, Festivals und Ausstellungen begeistern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Zukunft werden Sie in unserem Reiseführer Deutschland viele Beiträge aus unseren Reisemagazinen gesammelt wieder finden. All das was aus Platzgründen in unseren Reisemagazinen nicht erscheinen konnte, finden Sie dann ebenfalls online in unserem Reiseführer Deutschland.

 

Holen Sie sich gleich Anregungen für Ihren nächsten Urlaub in der Heimat.

 

Ihre Reiseziel ist nicht dabei.

Sie sind ein Tourismusbüro und  möchten auch gerne Ihre Region, Stadt oder Ort in unserem Online Reiseführer präsentieren.

 

Dann schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit einem Beschreibungstext, Fotos und Ihren Kontaktdaten zu uns. Wir werden diese dann so schnell wie möglich kostenlos in unserm Online-Reiseführer veröffentlichen.

 

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Bayern

Reisejournal Franken

 

Kaum haben Sie die großen Verkehrsadern verlassen, erkennen Sie warum Franken mit dem Wort „romantisch“ in Verbindung gebracht wird. Kaum sehen Sie die pittoreske Landschaft, die kleinen Städtchen mit ihren Fachwerk-Häusern, schon schalten Sie einen Gang herunter. Nicht umsonst führt ein Teil der Romantischen Straße durch Franken oder eine Region nennt sich selbst „Romantisches Franken“.

 

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Bayern

Fränkische Schweiz

Gästejournal

 

Die Fränkische Schweiz liegt im Städtedreieck Bamberg – Bayreuth – Nürnberg. Der Naturpark ist eine der ältesten und beliebtesten Urlaubsregionen Deutschland.

 

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